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Interview mit Hoor Al Qasimi

Präsidentin und Direktorin der Sharjah Art Foundation

Von Pat Binder & Gerhard Haupt

Binder & Haupt: Weshalb haben Sie 2009 die Sharjah Art Foundation gegründet?

Hoor Al QasimiHoor Al Qasimi: Als ich begann, für die Sharjah Biennale 2003 zu arbeiten, haben wir auch ein Aufenthaltsprogramm und andere Aktivitäten gestartet, z.B. Aufträge für die Schaffung neuer Werke. Aber es war verwirrend, dass all diese Programme unter dem Dach einer Biennale stattfanden, die von ihrem Wesen her eine alle zwei Jahre veranstaltete Ausstellung ist und eine eigene Identität, Kuratoren und ein kuratoriales Konzept hat. Die Herausforderung für uns bestand darin, darüber nachzudenken, wie diese Aktivitäten unabhängig und dennoch weiterhin Teil der Biennale sein könnten und wie zudem ein nachhaltiges Programm für unser lokales Publikum in der Zeit, in der keine Biennale stattfindet, zu entwickeln wäre. Man muss sich mit dem Publikum das ganze Jahr über beschäftigen, und der beste Weg dafür ist, von einer solchen Organisationsstruktur wie der Sharjah Art Foundation Programme ausrichten zu lassen.


Binder & Haupt: Ist die Sharjah Art Foundation der Abteilung für Kultur und Information zugeordnet? Wie interagiert die Stiftung mit anderen Kunstinstitutionen in Sharjah?

Hoor Al Qasimi: Die Sharjah Art Foundation ist eine unabhängige Organisation, aber wir werden weiterhin von der Abteilung für Kultur und Information unterstützt. Unser Fokus richtet sich vor allem auf zeitgenössische visuelle Kunst sowie auf Performance, Musik, Film, auf alles, was mit aktueller Kunst zu tun hat, abhängig von den jeweiligen Künstlern, mit denen wir arbeiten. Für die meisten Ausstellungen - sowohl zeitgenössischer Kunst wie auch anderer Perioden - ist im Allgemeinen die Sharjah Museumsabteilung zuständig. Wir arbeiten eher wie eine Kunsthalle mit vielen verschiedenen Räumen, was es uns ermöglicht, das Programm ortsspezifisch zu gestalten. Darüber hinaus gibt es das Sharjah Direktorat für Kunst mit seinem eigenen Programm, Festivals und Workshops. Es ist wichtig, diese verschiedenen, sich jedoch auf gewisse Weise komplementierenden Ansätze sowie die Möglichkeit zu haben, gemeinsam oder aber parallel zueinander zu arbeiten, je nachdem wie es angebracht ist.


Binder & Haupt: Nutzt die Sharjah Art Foundation das Kunstmuseum nur für die Biennale oder präsentieren Sie dort auch andere Ausstellungen?

Hoor Al Qasimi: Normalerweise nutzen wir das Kunstmuseum während der Biennale, so wie auch das Kalligrafie Viertel, wo wir z.B. im Dar al Nadwa das March Meeting veranstalteten. Aber wir verfügen über unsere eigenen Ausstellungsorte. Hier in der Arts Area nutzen wir das Bait al Serkal und das Collections Building. Das Bait al Shamsi wird vom Sharjah Kunstdirektorat betrieben, aber wir haben damit begonnen, drei Galerien im vorderen Teil des Gebäudes zu nutzen. Und im März 2013 während der Sharjah Biennale 11 werden wir unsere fünf neuen SAF Art Spaces in der Heritage Area einweihen.

New SAF Art Spaces
Binder & Haupt: Die neuen SAF Art Spaces sind hinsichtlich ihrer architektonischen Gestaltung äußerst bemerkenswert und ganz außergewöhnlich in der Art, wie bei diesen hochmodernen Gebäuden für die Präsentation zeitgenössischer Kunst die einer Medina ähnliche Struktur des Gebiets bewahrt und traditionelle Materialien verwendet werden. Was steht hinter dem komplexen Konzept dieser neuen Kunsthäuser und wann begann deren Entwicklung?

Hoor Al Qasimi: Etwa 2005 im Zusammenhang mit der Sharjah Biennale 7 begannen wir, uns mit Kunsträumen in der Arts Area und der Heritage Area zu beschäftigen. Dafür gab es eine Reihe von Gründen. Der erste war, dass wir vom Expo Centre, wo die Biennale ursprünglich stattfand, weg in das Gebiet wollten, in dem sich die Museen befinden. Ein weiterer ist, dass es den Künstlern offensichtlich Spaß machte, mit einer Bandbreite an Ausstellungsräumen in dieser Gegend zu arbeiten - nicht nur in Gebäuden, sondern auch auf Höfen und öffentlichen Plätzen.

Mit der Zeit wurde diese Erfahrung ein grundlegender Teil unserer Arbeitsweise - dieser Gedanke einer Beschäftigung mit einem spezifischen Ort und der dort lebenden Gemeinde. Ein weiterer wichtiger Grund war, dass indem sich die Arbeit mit der Biennale zunehmende ausweitete und die Gründung der Stiftung erforderlich wurde, wir auch in der Lage kamen, eine Reihe ganzjähriger Programme zu entwickeln: Ausstellungen, Film- und Videovorführungen, Programme der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Es wurde deutlich, dass Räumlichkeiten in neuen Gebäuden mit ihren Ausmaßen und technischen Bedingungen für unsere Arbeit von großem Vorteil sein würden. Wir glauben auch, dass dies dazu beiträgt, eine noch engere Beziehung zu unserer Gemeinschaft zu entwickeln.

Binder & Haupt: Sharjah hat eine längere Geschichte der visuellen Künste als seine Nachbarn, mit dem Hauptsitz der 1981 hier gegründeten Emirate's Fine Arts Society und der enorm wichtigen Rolle der Sharjah Biennale seit ihrer ersten Edition im Jahr 1993. Und die meisten Künstler lebten auch hier in Sharjah. Wie gehen Sie mit dieser Geschichte um und wie ist das Verhältnis zu den lokalen Künstlern im Hinblick auf die vielfältigen internationalen Aktivitäten der Stiftung?

Hoor Al Qasimi: Wir in Sharjah schätzen uns glücklich, diese Geschichte und eine lange Tradition kultureller Aktivitäten zu haben. Das bedeutet, dass wir über eine Vielfalt an Möglichkeiten verfügen, wie wir mit den Künstlern und dem Publikum arbeiten können. In Bezug auf das, was wir zeigen und wie wir Künstler für die Stiftung auswählen, zählt für uns in erster Linie die Qualität der Arbeit. Sowohl für die Biennale als auch für eine unserer üblichen Ausstellungen müssen die Künstler vom Kurator ausgewählt werden und ihr Werk muss zum kuratorialen Konzept passen. Künstler können von einem Kurator nicht erwarten, nur deshalb berücksichtigt zu werden, weil sie von hier sind. Und die meisten Künstler haben erkannt, dass die Biennale ihre Reputation auf der Basis der hohen Qualität der präsentierten Werke erlangt hat. Ich denke, das ermutigt sie, noch härter zu arbeiten. 2011 sind Abdullah Alsaadi und Ebtisam AbdulAziz in der Biennale vertreten gewesen, und in der kommenden Edition wird Nasir Nasrallah dabei sein.

Als Stiftung muss man in der Lage sein, ständig Unterstützung zu bieten. Zum Beispiel wenn Biennale-Teilnehmer aus anderen Ländern kommen, laden wir Studenten oder junge Künstler ein, ihnen als Praktikanten zu helfen, weil die beste Ausbildung darin besteht, mit erfahrenen Künstlern zusammenzuarbeiten. Und Gastkünstler kommen im Bait al-Shamsi gleich neben den Ateliers einheimischer Künstler und dem Sitz der Emirates Fine Arts Society unter. Wir bemühen uns um die Arbeit mit diesen lokalen Organisationen, um sie zu bestärken und zu unterstützen. Außerdem laden wir lokale Künstler ein, Workshops für Studenten und Kinder zu geben. So haben Nasir Nasrallah und Reem Falaknaz viele Workshops für die Stiftung organisiert.

Binder & Haupt: Sie befinden sich in einer sehr speziellen Situation, weil Sie selbst Künstlerin sind und auch eine Ausbildung als Kuratorin absolviert haben, so dass sie beide Perspektiven kennen und sich in beide Seiten einfühlen können. Das muss für ihre Arbeit ziemlich nützlich sein.

Hoor Al Qasimi: Ja, das macht alles viel natürlicher. Mit Kunst aufzuwachsen und die Kunstschule zu besuchen, dann als Künstlerin die Biennale zu kuratieren und dann meinen MA als Kuratorin zu machen versetzt mich in die Lage, beide Seiten zu sehen. Manchmal ist das selbstverständlich verwirrend, wenn ich versuche, meine eigene Kunst zu machen, weil ich nicht so ohne Weiteres auf die andere Seite wechseln kann, die immer mitspielt. Aber gleichzeitig fällt es mir dadurch leichter, darüber nachzudenken und zu vermitteln, was wir als Stiftung tun. Ich denke, selbst die Leute, die mit uns jetzt hier im Büro arbeiten, unterscheiden sehr gut, was "genau SAF" und was "nicht so SAF" ist, denn es hat eine fortschreitende Entwicklung unserer Identität als Institution gegeben.

Binder & Haupt: … so etwas wie einen Stil der Herangehensweise?

Hoor Al Qasimi: Ja, es gibt da einen Stil, den man erkennen kann, einen bestimmten Typ von Design, eine bestimmte Art von Arbeitsethos. Es gibt einen gewissen Sinn dafür, mit welchen Projekten wir uns beschäftigen würden und mit welchen nicht. Etwas rein Kommerzielles würde uns nicht interessieren und auch nicht Dinge zu schaffen, die bloß ein Spektakel sind und nicht mehr. Wir arbeiten viel auf der Basis von Recherche, so haben wir mit einem Forschungsprojekt über die visuelle Identität der Vereinigen Arabischen Emirate begonnen. Es gefällt uns, wenn Künstler hierher nach Sharjah kommen, um in der Stadt zu recherchieren und etwas ausgehend von ihren hiesigen Erfahrungen zu tun. Solche Projekte wie Rayyane Tabets "Home on Neutral Ground" (2011, Zu Hause auf neutralem Boden), basierend auf dem Kricketstadion von Sharjah, finden bei den Einheimischen wirklich Anklang, denn es geht um ihre Geschichte, und sie können sehen, wie diese wiedererschaffen oder wiedererzählt werden kann, um etwas Künstlerisches zu kreieren, etwas über das sie nachdenken können.

Binder & Haupt: Als wir vor kurzem in Berlin über Kunst im öffentlichen Raum sprachen, sagten Sie uns, dass sie sich nicht so sehr für Monumente interessieren, sondern mehr für flexible, kurzlebige Interventionen. Können Sie das noch einmal genauer erläutern?

Hoor Al Qasimi: Ich mag das Wort "permanent" nicht so sehr. Wenn man z.B. Tag für Tag immer wieder an denselben Denkmälern vorbeigeht, nimmt man sie irgendwann nicht mehr zu Kenntnis. Sie werden zu einem normalen Bestandteil der Landschaft. Wenn man also versucht, sein Publikum zu erreichen, ist es weitaus interessanter, zum Nachdenken anregende Interventionen im öffentlichen Raum zu platzieren, die auch für uns als Kuratoren und als Institution eine Herausforderung sind. Sie ziehen Leute auf den Straßen an, die daran vorbeigehen und sich darüber wundern, was dort passiert, und vielleicht ein Gespräch darüber beginnen.

Wir haben eine ähnliche Einstellung zu unserer Sammlung. Wir planen nicht, sie ständig zu zeigen, weil wir die Leute dazu bringen wollen, wiederzukommen. Einmal im Jahr kuratieren wir eine Ausstellung mit Werken der Sammlung, und so kann das Publikum die Arbeiten immer wieder mal in anderem Lichte sehen - denn dieselben Exponate, die man drei Jahre zuvor in einer Ausstellung zeigte, können in einem neuen Kontext ganz anders erscheinen. Weil wir eine so kleine Bevölkerung haben - wir sind im Emirat Sharjah etwa 950.000 Einwohner - muss man ständig etwas tun und aktiv sein, um die Leute geistig und kreativ anzuregen und zu beschäftigen.

Binder & Haupt: Wer ist hier Ihr Publikum?

Hoor Al Qasimi: Das ist schwer zu sagen, weil wir ständig daran arbeiten, verschiedene Publikumsgruppen und Gemeinden zu erreichen. Zum Beispiel in diesem Viertel [der Arts Area in Al Shuwaiheen] gibt es eine große südasiatische Gemeinde, und dann ist da auch noch die alteingesessene lokale Bevölkerung in der Heritage Area, und natürlich die Künstler. Es kommen Studenten und Schulen, Besucher aus Dubai und Abu Dhabi, Touristen, Fachleute, das ist sehr gemischt. Es ist schwierig, unser Publikum genau zu bestimmen, und gleichzeitig wollen wir das, was wir tun, auch gar nicht begrenzen. Alle unsere Programme sind gratis und für das Publikum offen, wir sind sehr inklusiv, selbst die Eröffnungen sind für jeden offen, anders als exklusive private Besichtigungen. Oft kommen Leute auf ihren Einkaufstouren in den nahegelegenen Märkten mal eben vorbei.

Doch gleichzeitig ziehen viele lokale Bewohner aus dieser Gegend weg. Deshalb müssen wir unsere Reichweite vergrößern. Wir sprechen mit den Universitäten darüber, dass sie einen unserer neuen Räume in der Heritage Area für Workshops oder Gesprächsrunden nutzen können oder dort einmal pro Woche Unterricht abhalten, was für sie auch von Vorteil wäre, denn sie sind auf dem Universitätscampus ziemlich isoliert. Die Schulen sind uns besonders wichtig, denn wenn man sich mit den Kindern beschäftigt, werden diese ihre Eltern mitbringen.

Binder & Haupt: Haben Sie in den letzten zehn Jahren, in denen Sie die Sharjah Biennale leiten, bestimmte Entwicklungen beim Publikum bemerken können?

Hoor Al Qasimi: Ich habe eine Entwicklung dahingehend gesehen, wie die Leute über zeitgenössische Kunst denken. Für mich ist es sehr interessant festzustellen, dass die junge Generation in diesen 10 Jahren ein komplett anderes Verständnis von Kunst entwickelt hat. Für viele Studenten der American University oder der Universität von Sharjah, die Kunst, Architektur oder Design studieren, ist die Biennale eine Art Inspiration und eine Veranstaltung geworden, mit der sie aufgewachsen sind.

Binder & Haupt: Bitte sagen Sie uns etwas über Ihr Programm für Auftrags- und Produktionsstipendien.

Hoor Al Qasimi: Wir produzieren eine große Anzahl an Werken als Aufträge für die Biennale, aber wir haben darüber hinaus ein Produktionsprogramm, dass alle zwei Jahre über eine offene Ausschreibung Produktionsstipendien vergibt. Dieses Programm bietet Künstlern, die nicht notwendigerweise an der Biennale teilnehmen, Finanzierungsmöglichkeiten. Zwei der im Rahmen dieses Programms 2010 finanzierten Projekte hatten ihre Premiere auf der letzten Documenta in Kassel (CAMP und Bani Abidi). 2012 wählten wir Sean Gullette, Mario Rizzi und Lindsay Seers aus. Und diese Art der normalen Unterstützung von Künstlern ist eine weitere Möglichkeit für SAF, Teil des künstlerischen Prozesses zu sein. Natürlich möchten wir arabische Künstler und lokale Kunstschaffende fördern, doch diese Stipendien werden strikt über Bewerbungen vergeben (letztes Jahr erhielten wir etwa 200!), und die Entscheidung wird anhand der Qualität des Werkes getroffen, die eine von uns berufene Fachjury überzeugen muss.

Binder & Haupt: Uns scheint auch wichtig hervorzuheben, dass die im Rahmen dieses Produktionsstipendiums erarbeiteten Werke nicht für die Sammlung der Sharjah Art Foundation bestimmt sind.

Hoor Al Qasimi: Das ist richtig, wir erwerben nicht automatisch die Werke, die wir finanzieren.

Binder & Haupt: Und wie ist es mit Künstleraufenthalten? Gibt es auch ein normales Aufenthaltsprogramm neben der Anwesenheit von Künstlern, während diese ihre Arbeiten für die Biennale produzieren?

Hoor Al Qasimi: Wir haben immer Gastkünstler, auch dieses Programm startete schon 2003, aber wir planen, Aufenthalte für Autoren und Kuratoren einzurichten, die noch mehr zu Schaffung einer Community beitragen. Dadurch erhalten junge Kuratoren Gelegenheit, in diese Region zu kommen und hier einige Zeit zu verbringen. Wir haben mit diesem Programm noch nicht begonnen, aber das gehört zu der Art von Dingen, die ich schaffen möchte. Außerdem sind die Ateliers, die wir in Al Hamriya planen, wirklich interessant. Dabei handelt es sich nicht um ein Aufenthaltsprogramm, sondern um Ateliers für hiesige Künstler. An dem Projekt arbeiten wir mit dem einheimischen Architekten Khaled al Najjar zusammen.

Binder & Haupt: Werden diese neuen Ateliers auf der Basis von Stipendien vergeben? Das fragen wir, weil man zum Beispiel in Tashkeel in Dubai dafür bezahlen muss, und offenbar sogar ziemlich viel.

Hoor Al Qasimi: Ja, tatsächlich ist das einer der Gründe, weshalb ich daran dachte, diese Ateliers anzubieten. Als Künstlerin weiß ich, dass man nicht so viel braucht, einen Raum mit einem Waschbecken, und irgendwo eine Toilette, und natürliches Licht wäre schön und Wi-Fi dazu wäre noch besser. Und man will nicht die ganze Zeit Workshops haben, es geht um Ateliers für Leute, die sich auf ihre Arbeit konzentrieren wollen. Es kann einen Gemeinschaftsraum geben, wo z.B. Künstler oder Kuratoren, die zur Biennale kommen, Vorträge halten oder Workshops geben könnten, aber dort muss kein ständiges Programm stattfinden. Bestimmte Dinge sind selbstverständlich nötig, aber in unserem Land sind tatsächlich nicht genügend Atelierräume für Künstler vorhanden. In den VAE gibt es Orte, wo man ein Atelier mieten kann, aber dann fehlt die Kontrolle, um ein bestimmtes Maß an Professionalismus und Qualität zu gewährleisten. Wir planen dafür einen Bewerbungs- und Auswahlprozess, um Künstler zu ermutigen, diese Gelegenheit Ernst zu nehmen.

Binder & Haupt: Es ist interessant zu sehen, dass Sie hinsichtlich des Publikums inklusiv und offen sind, aber wenn es um die Künstler geht, stellen Sie hohe Anforderungen an die Qualität und das Engagement, die sie von diesen erwarten.

Hoor Al Qasimi: Ja, so ist es, aber wir halten die Leute eben immer dazu an, das ihnen Bestmögliche zu geben. Wir sagen nicht einfach, du bist nicht gut genug, weil man sich ja schließlich immer verbessern kann.


(Dieses Interview wurde im Februar 2013 veröffentlicht)

Pat Binder & Gerhard Haupt

Herausgeber von Universes in Universe - Welten der Kunst; Mitherausgeber, Chefredaktion des Nafas Kunstmagazins. Leben in Berlin.

(Aus dem Englischen: Haupt & Binder)

Sharjah Biennale
Gegründet 1993. Seit 2003 auf Initiative und unter der Leitung von Hoor Al Qasimi grundlegende Neuorientierung, womit eine neue Ära der zeitgenössischen Kunst in der Golfregion eingeleitet wurde.


Sharjah Art Foundation

Geschaffen 2009. Veranstaltet die Biennale und betreibt ein vielfältiges Programm der Förderung von Kunst. Dazu gehören Künstleraufenthalte, Produktionsstipendien, Aufträge für neue Werke, Ausstellungen, Symposien und andere Veranstaltungen, Forschungsinitiativen, Publikationen und eine ständig wachsende Kunstsammlung.

Website: www.sharjahart.org

 

Siehe auch in UiU:

Art Destination Sharjah
Art Destination Sharjah
Eine Orientierungshilfe, um Sharjah als Kunstzentrum mit reichem Kulturerbe zu entdecken: Museen, Ausstellungsorte, Spaziergänge und Touren, regelmäßige Ausstellungen und Veranstaltungen, etc.

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