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2. Johannesburg Biennale 1997

Der künstlerische Leiter Okwui Enwezor spricht über sein Konzept und äußert sich zur documenta X. Hou Hanru, einer der Kuratoren, über seine Ausstellung.
Jan 2017

Im Februar 2017 ist Universes in Universe 20 Jahre online. Aus diesem Anlaß erinnern wir an einzelne Beiträge aus den zwei Jahrzehnten und machen sie in unserem heutigen Design auch für Mobilgeräte zugänglich.


Die erste Johannesburg Biennale fand 1995 zeitgleich mit dem ersten Jahrestag der Erlangung der Demokratie statt und feierte den Wiedereintritt Südafrikas in die kulturelle Weltarena. Künstler und Kuratoren aus 63 Ländern waren beteiligt.

Nach dem großen Erfolg der ersten Edition sollte die 2. Johannesburg Biennale 1997 den Übergang zu einem etablierten, regelmäßigen internationalen Event bedeuten. Sie unterschied sich von der ersten grundlegend in ihrer Struktur, dem kuratorialen Konzept und der Zusammenarbeit einer Gruppe von Kuratoren, die jeweils für eine Teilausstellung zuständig waren - siehe unten.

Trotz des großen internationalen Interesses wurde die 2. Johannesburg Biennale einen Monat vor dem geplanten Ende geschlossen. "Wegen finanzieller Probleme der Stadt", lautete die offizielle Begründung. Seitdem hat es keine weitere Biennale von Johannesburg gegeben. Die veranstaltende Institution, das Africus Institute for Contemporary Art (AICA), ist aufgelöst worden.


Im Juli 1997, während der Vorbereitung der 2. Johannesburg Biennale, interviewten wir den künstlerischen Leiter Okwui Enwezor, der zu "100 Tage - 100 Gäste" der documenta X eingeladen war, sowie Hou Hanru, einen der Kuratoren.


Okwui Enwezor - Interview

Okwui Enwezor - Interview
Der künstlerische Leiter der 2. Johannesburg Biennale über sein Konzept, die Kooperation mit dem Kuratorenteam und die Ausstellung Alternating Currents, die er im Rahmen der Biennale zusammen Octavio Zaya kuratierte. Enwezor äußerte sich auch teils kritisch über die von Catherine David geleitete documenta X.


Hou Hanru - Interview

Hou Hanru - Interview
Der Kurator der Ausstellung Hong Kong, etc. über sein Konzept, bei dem es darum geht, dass so etwas wie die Übernahme von Hongkong, der Mauerfall oder die Geschehnisse auf dem Tienamen-Platz zwar spektakuläre Medienereignissen sind, die Aufmerksamkeit dafür aber kaum länger als 15 Minuten dauert.

 


2. Johannesburg Biennale 1997

2. Johannesburg Biennale 1997
Trade Routes: History and Geography

Konzept - siehe Interview mit Okwui Enwezor

12. Oktober - 12. Dezember 1997
Ursprünglich sollte die Biennale bis zum 18. Januar 1998 dauern, doch wurde sie einen Monat früher geschlossen - "wegen finanzieller Probleme der Stadt Johannesburg", wie es offiziell hieß.

160 Künstler aus 63 Ländern, darunter 35 aus Südafrika, sind an sechs Hauptausstellungen in Johannesburg und Kapstadt beteiligt gewesen. Daraüber hinaus gab es Präsentationen auf Werbetafeln, in Bushaltestellen, Bars und Restaurants, in Fernseh- und Radioprogrammen, Magazinen, auf Postkarten, im Internet und im Ausstellungskatalog.

Ausstellungen und Kuratoren:

Alternating Currents
Kuratoren: Okwui Enwezor and Octavio Zaya

Graft
Kurator: Colin Richards

Life's Little Necessities
Kuratorin: Kellie Jones

Important and Exportant
Kurator: Gerardo Mosquera

Transversions
Kuratorin: Yu Yeon Kim

Hong Kong, etc.
Kurator: Hou Hanru - siehe das Interview


Konferenz:
Towards the Definition of Culture in the Late 20th Century
Konzipiert und organisiert von Dr. Olu Oguibe

2. Johannesburg Biennale

12. Oktober - 12. Dezember 1997
Südafrika

Künstlerischer Leiter:
Okwui Enwezor

Kuratoren:
Hou Hanru
Kellie Jones
Yu Yeon Kim
Gerardo Mosquera
Colin Richards
Octavio Zaya

UiU Magazin
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